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Jens-Gsi16V
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| Frage an die Schweißer - wie schweiße ich richtig und was ist die Beste Lösung? |
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Da auch bei meinem Vehikel sich ein wenig der Rost breit gemacht hat, gibt es so einige Bleche zu ersetzen und da ich mir bis jetzt mit der Restaurierung zeit gelassen habe, damit alles ordentlich wird, soll auch das jetzt anständig gemacht werden. Da ich feststellen mußte, das es auf diesem Gebiet aber viele “Experten“ mit unterschiedlichen Meinungen und Lösungsvarianten gibt, würde es mich doch mal interessieren, wie ihr es machen würdet! Vielleicht hilft dies ja auch anderen Leuten.
Habe mich auch schon im Sonderheft der Oldtimer-Markt “Blechpraxis“ schlau gelesen und das deckt sich so in etwa mit dem, was ich in meiner Ausbildung gelernt habe. Nur leider geht hier manchmal die Theorie und die praktischen Fähigkeiten etwas auseinander...
Also zur Aufgabe: Einsetzen eines Radlaufes
[IMG]http://www.kadett-forum.de/user_bilder/bilder/9946_userid_2409.jpg[/IMG]
Da gibt es dann ja einige Möglichkeiten den neuen Radlauf einzuschweißen. Oft habe ich solche Lösungen wie auf dem folgenden Bild gesehen,
[IMG]http://www.kadett-forum.de/user_bilder/bilder/9930_userid_2409.jpg[/IMG]
oder manchmal auch nur eine gepunktete Naht. Dies wäre ja auch eine hervorragende Lösung, wenn man die Bleche auf Stoß verschweißen würde.
[IMG]http://www.kadett-forum.de/user_bilder/bilder/9960_userid_2409.jpg[/IMG]
Nur leider ist dies nicht so ganz einfach, da dann beim Schweißen gerne der Rand ausbrennt. Glaube mich zu erinnern, das man dem vorbeugen konnte, in dem man etwas hinter die Schweißnaht legte, um die Wärme abzuleiten?! Aber was war dies noch? Und leider kommt man ja nicht überall ungehindert an die Rückseite der Schweißnaht. Was macht man, wenn dann trotz aller Vorsicht der Rand ausbrennt? Dann ist Flicken angesagt, was das ganze aber nicht schöner macht. Das wie bei allen Schweißnähten ein langsames vorgehen angesagt ist, d.h. am Besten im sogenannten Pilgerschritt-Verfahren, um einen Wärmeverzug zu vermeiden, ist mir bekannt.
Wegen dieser Problem schweißt der Hobbyschrauber dann ja gerne überlappent.
[IMG]http://www.kadett-forum.de/user_bilder/bilder/8384_userid_2409.jpg[/IMG]
Dabei entsteht aber nicht nur ein unschöner Versatz, sondern auch eine Blechlasche und im ungünstigsten Fall auch noch ein Spalt, der sich dann bei einer durchgehenden Naht sehr schlecht gegen erneuten Rost schützen läßt.
Um wenigstens den Versatz zu verhindern, gibt es die Möglichkeiten eines abgesetzen Bleches und einer Lochpunktschweißung.
[IMG]http://www.kadett-forum.de/user_bilder/bilder/8334_userid_2409.jpg[/IMG]
Aber auch hierbei stellt sich die Frage nach einer optimalen Rostvorsorge. Außerdem entsteht hierbei auch noch eine, wenn auch im besten Fall, sehr schmale Kerbe, die es hinterher gilt zu füllen.
Dieses Verfahren ist natürlich da zu verwenden, wo Werkseitig eine Widerstandspunktschweißung vorgesehen war, es sei denn, man hat so ein nettes Gerät zuhause...
In dem oben genannten Magazin wird noch eine weitere Möglichkeit genannt. Da wurde beschrieben, das Stellen die starken Verwindungskräften ausgesetzt sind, hartgelötet werden, um Spannungsrissen vorzubeugen. Aus eigener Erfahrung weis ich aber, dass das mit dem Hartlöten so eine Sache ist, die einiger Übung bedarf....
Also, nun erzählt mir doch mal, was die beste Lösung ist oder noch bester, an welcher Stelle ich welches Verfahren einsetze, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Sprich keinen sichtbaren Versatz zu haben, möglichst wenig Spachtel zu benötigen und eine optimale Rostvorsorge zu erreichen und das mit machbaren Mitteln und keinem Meisterkönnen...
Denke das am Übergang vom Radlauf zum Innenradhaus das Lochpunktschweißen die ideale Lösung darstellt. Aber wie sieht das am Seitenteil und am Übergang zum Einstieg aus? Was ist hier angebracht, um auch einen gleichmäßiges Spalt zur Tür hinzubekommen?
Gruß Jens
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Jens-Gsi16V am 08.06.2006 17:48.
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08.06.2006 17:44 |
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Benno
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speicher die bilder mal auf deiner platte und lade sie dann hoch. vom kadett-forum verlinken klappt irgendwie nicht, kann jedenfalls keine bilder sehen......
ansonsten kann ich nur sagen, wenn keine absetzzange vorkommt ist es nicht richtig! (kurzform)-diesen satz benutzt mein bruder sehr häufig, der ist kfz-mechaniker und karosseriebauer und wie der meinen ascona geschweisst hat hat mich sehr überzeugt!
habe vorher schon 1xkadett d und 1xascona c und 1xgolf1 auf den friedhof gebracht, nachdem "fachbetriebe" die schweissarbeiten gemacht hatten. wenn ich bisschen zeit habe mach ich bilder von meiner resto fertig und stelle sie ein. dauerte alles bisschen, aber sahne ergebnis!
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08.06.2006 22:43 |
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Jens-Gsi16V
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@Benno
mhh, keinen Plan, warum du die Bilder nicht sehen kannst, bei mir dunzt es sogar, wenn ich weder hier noch im Kadett-Forum angemeldet bin. Aber habe die Bilder sonst auch noch mal hier: https://fotoalbum.web.de/gast/heuerman/Schweissen
Sollten aber auch nur zur Verdeutlichung dienen.
Ja, das mit der Absetzzange habe ich auch so gelernt, obwohl das in der Realität eher selten angewendet wurde... Nur dann bleibt immer noch die Kerbe, es sei denn ich schweiße nicht Lochpunkt sondern setze die Punkte in die Kante.
Was aber mache ich mit der Überlappung? Ist das nicht ein idealer Angriffspunkt für erneuten Rost?
Hat denn sonst noch keiner von euch nen Radlauf ersetzt?
Das idealste wäre dann wohl die komplette Seitenwand zu ersetzen, würde zu mindest dem Orginalzustand am nächsten kommen, das halte ich aber für etwas übertrieben. Muß doch auch noch eine andere Möglichkeit geben, die überzeugend ist.
Vielleicht kann mir ja auch einer erklären, wie ich auf Stoß schweiße ohne gleich einen Schweizer Käse zu haben...
Gruß Jens
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09.06.2006 10:26 |
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Benno
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ok. jetzt habe ich die bilder in deinem link mal angeschaut.
wir heben die rädläufe sehr exakt mit absetzzange etc wie in bild 5 zu sehen eingepasst. dann allerdings eher auf der kante fixiert, nach und nach durchgepunktet ( vorsicht bei allzugroßer wärmeentwicklung, sonst hat der lackierer nachher viel arbeit mit dem wellblech...) und so entssteht nach und nach eine geschlossenen naht.
am schluss sorgsam abfächern und schleigen ( fächerscheiben bringen auch irre viel hitze ins material ) und dann sieht mann ausser dass es blang ist an der stelle nichts mehr.
beim hinteren radlauf haben wir den 180°bogen geteilte, so dass man 2 90° stücken hat. lässt sich besser anpassen.
logischerweise dauert es mit absetzzange viel länger, wir aber ein nahezu perfektes ergebnis.
bei gelegenheit stell ich mal meinen reperaturvorgang rein. hab alles schön fotodokumentiert.
muss wie JEDE schweissstelle vernünftig gegen rost behandelt werden!
hohlraumkonserve nach sorgfältigem lack ist auch hier pflicht! sonst hat man wenig freude!
in den oldtimer praxis heften sind die einzelnen schritte gut beschrieben!
kann nur jedem empfehlen sich die sonderhefte zum thema rost etc nachzubestellen. die gibts auf der homepage immer noch und lohnen sich wirklich.
ich würde nie auf stoss schweissen oder gar überlappend ohne abzusetzen. das kommt irgendwann 100% wieder hoch....
zum verzinnen noch ein tipp: nur da, wo du sicherstellen kannst, alles flussmittel wegzubekommen. ncht dass es dir in irgendwelche kanten und spalten laufen kann......es ist sehr stark säurehaltig und damit benetztes blech rostet 10mal so schnell wie normal! flugrost schon nach 12 stunden im trockenen! auf blankem blech.
also alle nähte zu, so dass man es überall wegbekommt, oder irgendeine andere methode wählen. je perfekter man im blech arbeitet, umso besser wirds.
ansonsten zieht arbeit nämlich arbeit nach sich......
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09.06.2006 23:19 |
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Jens-Gsi16V
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Moin
Okay, das hört sich schon mal sehr schlüssig an. Hätte da nur noch ein paar Fragen.
1. Wie schütze ich die abgesetzte Kante gegen erneuten Rostbefall. Bei einer Lochpunktschweißung gingen wir immer so vor: Wir strichen die Überlappung von innen mit verdünnten Rostgrundierung ein, die dann durch den Spalt hindurch floß und wir außen beim Austritt der Grundierung erkennen konnten, das sie überall hingekommen war. Bei einer durchgehenden Naht, kann die Grundierung nicht mehr hindurch fließen, so das ich nicht erkennen kann, ob nicht vielleicht Hohlräume entstanden sind, in denen eingeschlossener Sauerstoff hervorragend mit nicht grundierten Blech reagieren kann?! Also, wie kann ich dies vermeiden?
2. Wie setze ich das Blech in Rundungen vernünftig ab? Also, das Problem ist, das ich denn Radlauf bis in die Türöffnung hinein ersetzen muß, wobei ich ja eine Rundung von fast 90° überwinden muß. Wie geht ihr in diesem Fall vor?
Von dem Problem mit dem Flussmittel beim Verzinnen habe ich auch schon gehört. Welchen Vorteil bringt es denn eine durchgehende Naht noch zu verzinnen? Ich versuche doch schon beim Schweißen eine möglichst Ebene Fläche zu erreichen. Da ich auch nach dem Verzinnen meistens nicht ums Spachteln herum komme, macht das Verzinnen doch nur bei großen Unebenheiten Sinn, oder? Ansonsten ist eine gute Versiegelung mit einer Grundierung doch die bessere Wahl.
 Original von Benno
ansonsten zieht arbeit nämlich arbeit nach sich......
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, denn das wollte ich möglichst vermeiden...
Gruß Jens
P.S.
 Original von Bennoin den oldtimer praxis heften sind die einzelnen schritte gut beschrieben!
kann nur jedem empfehlen sich die sonderhefte zum thema rost etc nachzubestellen. |
Das kann ich nur bestätigen, sehr gute Zeitschrift, nur leider blieben ein paar Fragen offen...
, aber dafür seit ihr ja da
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12.06.2006 11:11 |
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der reparaturradlauf wirgrob zgeschnitten, immer wieder untergesteckt angezeichnet und mit ca 1cm überstand (zum absetzen und dann unterschieben) zugeschnitten.
hier ist das zugeschnittene stück schon am platz.
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PICT0108.jpg (53,12 KB, 57 mal heruntergeladen) |
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12.06.2006 18:15 |
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während des absetzends immer wieder einpaasen. soll schon straff sitzen aber nicht spannen
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12.06.2006 18:22 |
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wenns gut sitzt durchpunkten......
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12.06.2006 18:23 |
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