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Ascona133
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| Radlager Hinten wechseln |
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Könnte mir jemand beschreiben, wie ich vorgehen muss und was ich beachten muss... will auch gleich neue Trommelbremsen drauf machen...
__________________ Typreferent für "Ascona-C" der Alt-Opel-Interessengemeinschaft von 1972 e. V.
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12.10.2004 17:41 |
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Lars unregistriert
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Ich glaub, das war bislang die fieseste Arbeit, die ich am Asci vollbracht hab... und hernach mir geschworen habe, das nächste Mal gar nicht erst mit so nem Krampf anzufangen - sondern lieber dem Meister das in die Hand drücken. :irre:
Naja, angefangen bei den Trommeln selber: wenn die schön alt sind, was sie meist ja sind, fängt's beim Abnehmen wollen schon an: klemmt - weil diese denn einen Rand nach außen hin haben, in das sich denn gerne die Backen einkeilen... also sitzte erstmal ne halbe Stunde an dem blöden Teil und kloppst wie'n Doofer mit dem dicken Plastehammer immer schön rundherum, damit die Trommel sich irgendwann doch mal löst (das mit dem Hammer hilft übrigens auch, um die Trommel abzulösen, wenn sie an die Nabe angerostet sein sollte).
Trommel drunten? Fein, dann Splint raus, Mutter ab, runter mit dem Mist, so daß Du das Teil mit dem Radlager in der Hand hast (Achsnabe? Keine Ahnung grad, wie das Teil heißt). Und nu heißt's sehen, wie man das alte, innere Lager rauskriegt (das äußere geht, wenn ich mich recht entsinne, ja fast von alleine raus, sobald man diese Plastikkappe entfernt hat)... das olle Fett in dem ganzen Stummel vorher natürlich rausschmieren, das muß eh weg und durch neues ersetzt werden. Bei mir hat nen abgebrochener Schraubenzieher und der normale Hammer dabei ganz gute Dienste geleistet, von der Gegenseite gesehen ist da auch eine kleine Kerbe innendrin, bei der man ansetzen kann... und das immer schön gleichmässig denn machen (wichtig!), damit sich das Lager nicht verkeilt beim Raushämmern.
Sofern Du einen passenden Abzieher hast, natürlich damit - nobel geht die Welt zugrunde...
Schwieriger ist's denn, das neue Lager da wieder reinzukriegen... bei mir hat's geholfen, dieses Teil (da wo das Radlager drinne sitzen soll) im Ofen aufzuheizen (ist ja nur Metall) und das neue Lager in der Gefriertruhe schön abzukühlen -> Sinn: Hitze lässt das Eisen sich ausdehnen, Kälte schrumpfen. Was hier schon ne Menge ausmachen kann...!
Hier jedenfalls keinesfalls wieder mit Schraubenzieher und Hammer das ganze versuchen reinzuprügeln - dabei würde es das Lager unweigerlich verziehen! Besser ist es, wenn man schon nur auf Behelfsmittel zurückgreifen kann/will, dafür irgendnen olles Plastikrohr zu suchen, was vom Durchmesser genau draufpasst... womit man dann das Lager eben gleichmässig da reinkloppen kann.
Und dabei ja nicht mit dem aufgesetzten Kegelradlager drauf rumkloppen! Also wenn nur Kraft auf den Laufring da ausüben (das Kegelradlager kommt erst nach vollendeter Arbeit wieder drauf!)
Oder, galantere Lösung, man fährt grad mal zum Meister um die Ecke und lässt sich's für nen 5er in die Kaffeekasse reinpressen ;-).
Das äußere Lager denn wieder so einsetzen wie man's rausgenommen hat... also auch diese Plastikdichtung außen nicht vergessen - und vorher natürlich noch den Hohlraum ordentlich mit Fett füllen! (also nicht damit sparen - und nicht Standardfett, sondern Hochleistungsfett!).
Wenn denn ordentlich das Fett rausquillt beim Aufsetzen... dann hat man's richtig gemacht mit der Menge...
(Sinn: zum einen soll das Fett dafür sorgen, daß von außen kein Dreck reinkommen kann, zum anderen das Lager dauerhaft nachschmieren und zum dritten auch Abrieb aufnehmen; anders gesagt: Luft hat in dem ganzen hernach nichts mehr verloren)
Und nu Mutter und Unterlegscheibe wieder drauf - und hier muß man wieder aufpassen: genau soweit festziehen, daß die Unterlegscheibe sich grad noch mit nem Schraubenzieher bewegen lässt (also ohne groß abhebeln irgendwo), aber keinesfalls fester. Und nu den Splint wieder reinfrimeln... sollte der jetzt an der Position grad nicht durch das Loch zu stecken sein, die Mutter entsprechend ein bißchen lösen.
Wichtig ist an der Stelle eben nur, daß die Mutter nicht zu fest und auch nicht zu locker sitzt... ansonsten kannste das ganze Prozedere in ein paar Wochen gleich nochmal machen. Und das muß ja nicht sein...
Und nach einiger Zeit auch das Spiel an der Unterlegscheibe denn nochmal überprüfen - kann schonmal vorkommen, daß sich das nach ein paar Fahrten denn nochmal etwas setzt.
Hmm... das war das so, was mir grad auf Anhieb dazu noch einfiel...
.
Oder brauchst Du eine wirklich genaue Anleitung? Also eben so eine, wie man sie braucht, wenn man kein RepBuch zur Hand hat? ;-)
Gruß,
Lars
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1
12.10.2004 22:54 |
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Ascona133
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Danke für den langen Text... Da ich Industriemechaniker bin, wirds mit den Lagern kein Großes Problem geben, da ich sowas schon X-mal gemacht hab....nen Abzieher kann ich mir sicher in der Firma ausleihen... und die Trommeln gehn bei mir auch leicht ab.. ich hatt sie schon unten, um den ABS-Sensor zu reinigen..
__________________ Typreferent für "Ascona-C" der Alt-Opel-Interessengemeinschaft von 1972 e. V.
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2
13.10.2004 06:31 |
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hlmd
Haudegen
  

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Moin.
Die Lagerschalen bekommt man mit 'ner passenden Nuss recht easy raus (und auch wieder rein).
Zum Festziehen:
Die Mutter am Besten mit dem vorgeschriebenen Drehmoment (25Nm) anziehen. Damit setzt man das Lager (die Nabe/das Rad lässt sich NICHT mehr drehen). Dann löst man die Mutter, bis sich die Scheibe gerade so verschieben lässt.
Seitdem ich 'nen Drehmomentschlüssel habe, wende ich diese Methode an. Bei 'nem neuen Radlager erübrigt sich dadurch fast immer die Nachkontrolle, da das Lager fest eingepresst wurde und nach Lösen der Mutter wieder genug Spiel bekommt. Man mancht den Kugelkäfig des Lagers sozusagen "passend".
Übrigens: Bei der Scheibenbremse vom Kadett/Vectra (-92) ist die Vorgehensweise genauso.
Und nochwas: Wenn man die Trommel (bzw. Scheibe) nicht runter bekommt, braucht man nur die Verstellschraube der automatischen Nachstellung aufdrehen (mit Schraubenzieher durch das Nachstellloch "stochern").
Gruß
Hardy
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13.10.2004 09:31 |
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